Gold bei der Euro für Inga-Marie Höper und Anna-Katharina Störtenbecker

Inga-Marie mit Silber in der Einzelwertung

Erfolge bei den Norddeutschen und beim Bundeschampionat

(hk/me) Selten hat eine deutsche Mannschaft eine Europameisterschaft derart dominiert wie am vergangenen Wochenende in der Vielseitigkeit bei den Junioren. Im belgischen Waregem nahe der Grenze nach Frankreich gab es neben Gold für die Mannschaft auch die beiden wertvollsten Medaillen in der Einzelwertung. Und zwei wichtige Stützen im Team waren Inga-Marie Höper und Anna-Katharina Störtenbecker vom Fehmarnschen Ringreiterverein.

Inga-Marie und ihr "Arranchino" lagen schon nach der Dressur auf einem Medaillenplatz. Sowohl im Gelände wie auch im Springen zeigte sich das Paar souverän und schloss die Prüfung mit dem Dressurergebnis ab. Da der vor ihr liegende Franzose im Parcour zweimal patzte, rückte die Gymnasiastin aus Heringsdorf auf Rang zwei vor - nach Silber bei den Deutschen im Vorjahr ein weiteres Highlight in ihrer Karriere.

Ebenfalls in Topform präsentierte sich Anna-Katharina Störtenbecker und ihr "Quirrido". Das Paar musste in der Dresur einige Minuspunkte mehr in Kauf nehmen. Im Gelände und im Springen blieben Beide fehlerfrei und konnten sich daher noch auf Rang sieben vorarbeiten. Einen solchen Erfolg hat es bisher im Fehmarnschen Ringreiterverein auf internationaler Ebene noch nicht gegeben.

Die Norddeutschen Meisterschaften im Springen für Junioren und Junge Reiter haben in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Auf dem Derbyplatz in Klein-Flottbeck traf sich der Nachwuchs im Springsattel aus den norddeutschen Bundesländern. Die Junioren mussten am Wochenende über M/B und M/A reiten, während die Jungen Reiter in den Klassen M/A und S geprüft wurden. Bei den Jungen Reitern landete Alessa Köhnke mit "Cattano" auf Rang vier, nachdem sie in den ersten beiden Wertungen die Plätze drei und fünf belegte. Im Finale über S gab es Platz neun. Hinerk Köhlbrandt begann auf "Landia" mit Rang drei in der ersten Wertung. Nach Platz sieben im abschliessenden S-Springen erreichte er in der Gesamtwertung Platz sechs. Anna Griefahn und "Charlie" belegten in einem M/A-Springen Platz sechs. Bei den Junioren erreichte Katrin Rahlf im abschliessenden M/A-Springen auf "Dragoner" Platz zwölf.

Die bedeutendste Veranstaltung für den Pferdenachwuchs ist alljährlich Anfang September das Bundeschampionat in Warendorf. Im Springen, in der Dressur und im Gelände kann der Besucher hoffnungsvolle fünf- und sechsjährige Pferde beobachten, die sich für dieses Finale bundesweit qualifiziert haben. Bei herrlichem Sommerwetter waren 40.000 Besucher auf der großzügigen Anlage am DOKR.

Im Gelände konnte Kai Rüder seinen 5-jährigen "Julio Cesar" qualifizieren. Der noch unerfahrene Wallach steigerte sich von Prüfung zu Prüfung. Nach Platz zwei im "Kleinen Finale" überzeugte er am Sonntag mit Rang fünf im Championatsfinale. Zur Zeit ist Kai mit seinem "Butcher" im spanischen Jerez bei den Weltreiterspielen. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von zwei Pferden in der deutschen Mannschaft wird sein Start in der Vielseitigkeit immer wahrscheinlicher. Das abschliessende Springen wird am kommenden Sonntag ab 19.30 Uhr auf Eurosport übertragen.

Torben Köhlbrandt konnte sich mit vier Pferden aus dem Stall Hell im Springen für Warendorf qualifizieren. Mit insgesamt fünf Schleifen auf dem Championat dürfte er zufrieden die Heimreise angetreten haben. Der 6-jährige Hengst "Quebec" platzierte sich in den beiden Qualifikationen auf den Rängen sechs und acht, im Finale der besten 30 Pferde landete das Paar nach einem Fehler im Mittelfeld.

Der 5-jährige Hengst "Concept" belegte sowohl in der ersten wie im "Kleinen Finale" Rang zwei. Auch dieser Hengst erreichte das Finale. Mit der 5-jährigen "Accobada" belegte er Platz fünf in der ersten Qualifikation.

Am kommenden Wochenende trifft sich ganz Schleswig-Holstein auf dem Landesturnier in Bad Segeberg.