Kai Rüder im Norla-Championat auf Platz fünf

Fehmarns Springreiter zahlreich auf Baltic-Horse-Show

(hk/me) Es war ein dramatisches Stechen, in dem am Sonntag auf dem Messegelände in Rendsburg das Norla-Championat entschieden wurde. Zehn Paare hatten den Umlauf dieser Zwei-Sterne-Prüfung der Klasse S fehlerfrei bewältigt. Jörg Naeve und Tjark Nagel lieferten sich mit jeweils drei Pferden einen begeisterten Zweikampf, den der Routinier aus Friedrichskoog als letzter Starter für sich entschied. Glänzend schlugen sich Kai Rüder und "Easter". Nur zwei Sekunden hinter dem Sieger landete der Blieschendorfer auf Rang fünf. Inga Rauert hatte zuvor mit "Caddy" ein Springen der Klasse M/A gewinnen können. Hier belegte Torben Köhlbrandt mit den Hengsten "Canturo" und "Acorado" die Plätze sieben und acht. Mit "Clyde" gelang Inga Rauert in einem Zeitspringen Kl. S ein vierter Rang.

Die Weltreiterspiele in Jerez endeten am Sonntag mit dem Finale der Springreiter. Hier siegte der Ire Dermott Lennon vor dem Franzosen Eric Navet und dem Amerikaner Peter Wylde. Die Deutschen konnten sich nach dem enttäuschenden vierten Rang im Nationenpreis auch in der Einzelwertung nicht vorn platzieren. Die Holsteiner Züchter können sich damit trösten, dass die "Landadel"-Tochter "Fine-Cera" unter Peter Wylde das beste Pferd im Finale war. Man kann nur hoffen, dass bei den nächsten Weltreiterspielen 2006 in Aachen sowohl die Spring- als auch die Military-Reiter bessere Ergebnisse abliefern.

Die Vielseitigkeit hat vor einer Woche eine denkbar schlechte Visitenkarte für ihren Sport abgegeben. Und das besonders im Hinblick auf die Entscheidung über eine olympische Zukunft, die im November ansteht. Von den 80 gestarteten Paaren fielen 30 im Gelände aus, darunter die gesamte deutsche Mannschaft. Hier traf es besonders Andreas Dibowski und Kai Rüder, die im Gelände gut unterwegs waren und unglücklich am Wasser die Prüfung beenden mussten. Kai und sein "Butcher" legten eine gute Dressur mit 46 Punkten hin. Auch das Gelände begann vielversprechend. Bis Hindernis 20 von 30 zu bewältigenden Sprüngen lief alles glatt. Nr. 21 war eine Wasser-Kombination als In-Out, in der der Wallach an einer kleinen Palisade nicht absprang und nach hinter ins Wasser rutschte. Dabei kam Kai aus dem Sattel. Das wurde als Sturz gewertet und das bedeutete das Ende der Prüfung. Pferd und Reiter blieben unverletzt. Die Perspektive für 2003 ist vielversprechend. Das Paar ist für das Weltcup-Finale in Frankreich qualifiziert und gilt als gesetzt für die Euro im kommenden Jahr. Bleibt zu hoffen, dass der Wallach fit bleibt.

Fehmarns Springreiter sind auf der Baltic-Horse-Show vom 11.-13. Oktober in der Kieler Ostseehalle zahlreich vertreten. Inga Rauert und Kai Rüder starten international, während Carl-Christian Rahlf, Heinz-Ingo Hirrle, Torben Köhlbrandt und Inga Rauert im "Holsteiner Schaufenster" reiten dürfen. Da lohnt sich für die zahlreichen Fans besonders der Besuch am Sonntag. Im Bus sind für Kurzentschlossene noch Plätze frei. Die Fahrt kostet 37 Euro, Kinder bis 14 Jahre zahlen 27 Euro. Anmeldungen bei Hinrich Köhlbrandt (Tel. 04371/3807). Gleiches gilt für die Fahrt zum Weltcup nach Berlin am 16. und 17. November ( Preis 105 Euro ).